Kreative Initiativbewerbungen


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Philippe Dubost Amazon Bewerbungsmaske

Verschiedene Medien einsetzen

Für junge Menschen wird es immer schwieriger nach ihrem Abschluss einen Job zu finden. Insbesondere Akademiker sehen sich einer großen Konkurrenz gegenüber. Zudem ist im Zeitalter des Internets eine Stellenausschreibung kurz nach dem Absenden bereits der ganzen Welt zugänglich und durch das Verfahren der Online-Bewerbung gehen die ersten Schreiber anderer Bewerber schon ein, während man selbst sich gerade vielleicht noch über das jeweilige Unternehmen informiert. Daher ruhig auch mal eine Bewerbung rausschicken, wenn (noch) gar keine Stelle ausgeschrieben wurde. Die Digitalisierung des Verfahrens macht es möglich, dass Bewerber sich unterschiedlichster Medien und Plattformen bedienen können, um auf sich aufmerksam zu machen. So ist man garantiert der Erste. 


Facebook

Einige Bewerber haben in der Vergangenheit zum Beispiel schon erkannt, dass sich Facebook wunderbar dazu eignet, berufliche Informationen im Geist der Zeit zu präsentieren. Hierzu wird einfach ein separates Facebook-Profil angelegt, dessen Time-Line die Daten des Lebenslaufs enthält. In den Alben kann man sich und seine Talente präsentieren und über gezielte Freundschaftsanfragen wichtige Kontakte knüpfen.

Die eigene Webseite

Doch auch über Facebook hinaus gibt es Möglichkeiten, sich online zu präsentieren. Zum Beispiel in Form einer eigenen Webseite. Diese kann in unterschiedlichen Kategorien die beruflich wichtigen Informationen enthalten und wer hier sogar eine Passwort-Sperre einprogrammieren kann, hat zusätzlich die Möglichkeit, Zeugnisse und/oder Empfehlungsschreiben hochzuladen.

Bewerbungsvideos

Ebenfalls sehr beliebt sind YouTube-Videos, um den Arbeitgeber auf sich aufmerksam zu machen. In Videos kann man dadurch punkten, dass der Wunsch-Arbeitgeber nicht nur die sachlichen Informationen über einen erhält, sondern man sich ihm zudem direkt als Person präsentieren kann.

Datenaufbereitung

Wer nicht ganz so viel Aufwand betreiben kann oder will, der kann sich überlegen, wie er seine Bewerbungsunterlagen optisch formatieren könnte, um positiv unter all den anderen Bewerbungen in grauen und schwarzen Mappen aufzufallen. Der Lebenslauf als Infografik oder das Bewerbungsschreiben als Zeitungsartikel „verkleidet“ sind zumindest schon mal Bewerbungen, die ein Arbeitgeber nicht alle Nase lang auf dem Tisch hat. Ein mögliches kostenloses Tool ist hier zum Beispiel ResumUP, eine Plattform zum Erstellen von Lebenslauf Infografiken.


Kreativität in Maßen und an den richtigen Stellen

 

Bei aller Kreativität sollte man jedoch nicht vergessen, dass das Bewerbungsverfahren nach wie vor ein seriöses Unterfangen ist. Daher sind eine korrekte Rechtschreibung und Adressierung ebenso unabdingbar, wie Umgangssprache in den Bewerbungsunterlagen fehl am Platz ist. Und kein Personalchef hat Freude daran, wenn er die Bewerber-Informationen erst mühselig zusammenpuzzeln muss oder das Päckchen mit der kreativen Bewerbung erst nach einer halben Stunde geöffnet kriegt. Wer dem zukünftigen Chef schon im Bewerbungsverfahren mehr Arbeit macht, als erforderlich wäre, hat schlechte Chancen, den Job zu bekommen. Zudem sollte man sich überlegen, ob man kreativen Inhalt traditionell präsentiert oder auf kreative Weise traditionellen Inhalt vermittelt. Diese Kombinationen sind meist die erfolgreichsten und alles darüber hinaus verfehlt leider sein Ziel.

Des Weiteren sollte die kreative Bewerbung in jedem Fall auch immer daran ausgelegt sein, für welchen Job man sich bewirbt. Je kreativer die Branche, das Unternehmen und die Stelle, auf die man sich bewirbt, desto kreativer dürfen und sollten Bewerber sein. Steuerberater, Rechtsanwälte und Krankenschwestern hingegen sollten der seriösen und traditionellen Bewerbung treu bleiben.

Daher, wenn es zum Beruf und der Branche passt, ruhig mal ein bisschen in die Farb- und Trickkiste greifen, um sich abzuheben und dabei keine Angst haben, auch mal etwas Neues auszuprobieren, so lange das Endergebnis professionell bleibt.