Recherchieren im Netz © C. Menichelli / pixelio.de
Frau vor dem Laptop: Online Recherche

 

Wenn es um das Schreiben einer Hausarbeit geht, ist neben der Themenfindung die Recherche von Literatur und Informationen das wichtigste, was es zu erledigen gilt, bevor es ans eigentliche Schreiben geht. Dafür kann es sehr hilfreich sein, wenn man sich eine kurze Liste mit Schlagworten und verwandten Begriffen hat, unter denen man die gewünschten Informationen finden könnte. Außerdem sollte man sich pro Begriff nicht auf eine Quelle verlassen, sondern durchaus nach mehreren Büchern, Artikeln und Internetseiten suchen, die diesen behandeln. Schließlich weiß man im Vorfeld nie, ob das gefundene Ergebnis den Begriff bzw. das Thema ausreichend behandelt und die dort gegebenen Informationen sich einem direkt erschließen oder doch einige Fragen offen bleiben.

Literatur online suchen und sichten

Ob ein recherchiertes Buch hilfreich ist lässt sich oft unter dem Amazon Feature "Blick ins Buch" überprüfen, wenn man das entsprechende Buch dort findet und das wichtige Kapitel nachschlagen oder sich zumindest am Inhaltsverzeichnis einen ersten Eindruck verschaffen kann. Die Volltextsuche bringt hier so manch eine Seite als Leseprobe zum Vorschein, die bei eigenem Nachschlagen noch unlesbar verfremdet war.Ein weiterer positiver Aspekt: wer Citavi für Fußnoten und Literaturverzeichnis nutzt, kann die Daten des gefundenen Buches ganz einfach per Click auf den Citavi-Button neben der ISBN-Nr. hinzufügen und spart sich so auch das mühsame Heraussuchen und Abtippen der Verfasserdaten.

Auch die Buchsuche von Google unter Google Books bietet bei einigen Büchern die Möglichkeit, vorab einen kurzen Blick auf ausgewählte Seiten zu werfen. Wissenschaftliche Literatur lässt sich übrigens über Google Scholar am besten finden. Weitere interessante und hilfreiche Adressen von Metasuchmaschinen und Webkatalogen findest du hier. Auch der Suche-Webkatalog bietet einige nützliche Adressen von speziell wissenschaftlichen (Online-)Bibliotheken.

Nützliche Such-Parameter

Wer sich zunächst mit Hilfe von Google einen allgemeinen Überblick verschaffen möchte, kann das gezielter tun, indem er bestimmte Suchparameter verwendet, um schneller an die passenden Suchergebnisse zu gelangen.

   Wird beispielsweise eine genaue Phrase oder gar ein Zitat gesucht, sollte dieses in Anführungszeichen ("...") gestellt werden. Das gibt Google den Befehl, nur Ergebnisse auszugeben, die die innerhalb der Anführungszeichen stehende Zeichenfolge beinhalten.

   Sollen hingegen Ergebnisse, die bestimmte Begriffe enthalten nicht angezeigt werden, kann man die Suche mit einem Minuszeiche (-) vor dem entsprechenden Begriff filtern, z.B.: „Kriminalroman –Schätzing –Fielding“. In diesem Fall wird nun nach Ergebnissen zum Begriff Kriminalroman gesucht. Seiten, die ebenfalls die Autoren Schätzing und/oder Fielding behandeln werden direkt ausgefiltert und in der Ergebnisliste gar nicht erst angezeigt.

   Die Suche kann sich auch nur auf bestimmte Datei-Formate beziehen. Hierzu gibt man hinter den Suchbegriff „filetype:XY“ ein (z.B: „Spielanleitung Monopoly filetype:pdf“) und schon bekommt man nur entsprechende Dateien in der Ergebnisliste präsentiert, in unserem Beispielfall lediglich Spielanleitungen zu dem Spiel Monopoly, die im PDF-Format verfügbar sind.

   Fehlt ein Begriff für die Suche oder möchte man sich beispielsweise für die Themenfindung inspirieren lassen, kann der Parameter Asterisk (*) sehr hilfreich sein. Sucht man z.B. nach „Oxydation von *“ bekommt man jede Menge Ergebnisse zur Oxydation verschiedener Stoffe.Wer nur nach Ideen sucht, kann statt des Asterisk auch die Google Suggest Funktionalität nutzen und bekommt schon beim Tippen in der Suchleiste entsprechende Ideen.

   Ähnlich dem Thesaurus in Word kann man bei Google mit dem Unendlich-Zeichen arbeiten. Gibt man (~) vor dem Suchbegriff ein, sucht Google nicht nur nach dem eingegebenen Begriff, sondern auch nach Synonymen und anderen ähnlichen Wörtern.

   Das sogenannte Pipe-Symbol (|) kann verwendet werden, um nach dem einen oder dem anderen Begriff suchen zu lassen. Wird in die Suchleiste beispielsweise „Borussia Dortmund | FC Bayern München“ eingeben werden alle Ergebnisse angezeigt, die mindestens einen der beiden Fußballvereine thematisieren oder erwähnen.

Internetquellen richtig zitieren

Nun ist natürlich auch das Zitieren bei Hausarbeiten ein sehr wichtiges, sogar ganz entscheidendes Kriterium, denn wer nicht richtig zitiert, kann ganz schnell in Plagiatsverdacht geraten. Daher müssen auch Webseiten stets ordentlich und korrekt im Literaturverzeichnis vermerkt werden.

Korrekt heißt im Fall von Internetseiten, folgende Zitierregel zu befolgen: „Name, Vorname: Titel (Datum der Veröffentlichung), URL: (Stand: Datum des letzten Aufrufs)“.

Das Datum des letzten Aufrufs ist anzugeben, da es bei einem arbeitenden Medium wie dem Internet immer mal wieder vorkommen kann, dass die Seite nicht mehr erreichbar ist, wenn der Dozent die Quelle überprüfen möchte.

Auch kann es vorkommen, dass der Text zwischenzeitlich geändert wurde. Daher ist es ratsam, eine Kopie der zitierten Webseite auf einer CD-Rom abzuspeichern (zum Beispiel einfach einen von der Seite angefertigten Screenshot samt Adresszeile), um im Ernstfall die korrekte Zitierung der Internseite nachweisen zu können.

Vergleich mit anderen, gut benoteten Arbeiten

Im Übrigen kann man sich auf Studentenportalen auch fertige Hausarbeiten (teilweise kostenlos, teilweise gegen ein Entgelt) herunterladen. Diese darf man zwar nicht zitieren, kann sich aber zu Literatur inspirieren lassen, die Formatierung entsprechend anpassen oder inhaltlich vergleichen, ob man vergessen hat, auf wichtige Begriffe einzugehen.